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Thailändisches Essen – eine Einführung

Über Thais sagt man, dass Sie entweder essen oder über Essen reden. Bis vor rund 30 Jahren war die übliche Begrüßung nicht „Sawadee“ wie heute, sondern übersetzt „Hast Du schon gegessen?“. Daran erkennt man die enorme Bedeutung des Essens für die Thais.

Viele sagen (und wir finden, mit Recht), dass die thailändische Küche die beste der asiatischen Küchen ist. Ein bekanntes amerikanisches Magazin kürte das aus Südthailand stammende „Massaman Curry“ sogar zum besten Gericht der Welt. Seinen Ursprung hat die Thai-Küche bereits im 13. Jahrhundert mit späteren Einflüssen aus China und Indien, sowie den Nachbarländern Kambodscha, Vietnam und Laos. Thai-Basilikum, Zitronengras, Koriander, Chili, Kokosmilch, Galgant und Tamarinde sind ganz typische Zutaten.

Besonders berühmt ist Thailand natürlich für seine Garküchen. 24 Stunden lang bekommt man landestypische Leckereien frisch zubereitet fast überall. Aber auch Sterneküche (und sogar Garküchen, die mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurden) ist in Bangkok zu finden.

Die thailändische Küche spielt praktisch immer mit den vier Geschmacksrichtungen: salzig, süß, sauer und scharf. Bei einem gemeinsamen Essen werden immer viele verschiedene Gerichte bestellt, die ausgewogen Fleisch, Geflügel, Fisch, Gemüse, eine Suppe und ein Nudelgericht kombinieren. Dazu wird selbstverständlich Reis serviert. Desserts bestehen entweder aus sehr süßen und bunten Leckereien oder einfach nur aus frischem Obst, von dem es in Thailand eine Riesenauswahl gibt.

Geografisch lässt sich Thailand in fünf kulinarische Bereiche einteilen: Norden (um Chiang Mai), Nordosten (Isaan), Zentralthailand, Bangkok und den Süden. In weiteren Blogs werden wir uns im Detail den einzelnen Regionen widmen.

Wie eingangs erwähnt, essen Thais praktisch den ganzen Tag. Wie sie dabei so schlank bleiben, ist allerdings ein Rätsel, denn die thailändische Küche – und insbesondere die vielen Snacks – sind keineswegs kalorienarm. Es gibt nämlich viel Frittiertes (was auch mit den hygienischen Bedingungen zu tun hat. Denn im heißen Fett sterben praktisch alle Bakterien) und es wird mit viel Fett, Kokosmilch und Zucker gearbeitet. Ein typischer Snack könnte z.B. ein Schweinefleischspießchen, eine Frühlingsrolle oder ein scharfer Salat sein.

In Thailand isst man mit Löffel und Gabel. Die Gabel wird in der linken Hand gehalten und dient nur zum Führen der Speisen auf den Löffel. Nur dieser wird zum Mund geführt. Nudelgerichte werden oft mit Stäbchen gegessen, da es einfach praktischer ist. Der Teller mit Reis steht vor einem und man bedient sich portionsweise aus den bereitgestellten Gerichten.

Thailändische Gerichte werden in den allermeisten Fällen nach alten, traditionellen Rezepten immer gleich zubereitet. Nur einige wenige Restaurants versuchen ihre eigene Note in einzelne Gerichte zu bringen – ansonsten kann man beispielsweise ein „Grünes Curry mit Fischbällchen“ fast überall gleich zubereitet finden.

Übrigens: Auf dem Teller etwas zurückzulassen – insbesondere Reis – wird nicht gerne gesehen. Man könnte die Reisgöttin verärgern, die im Allgemeinen dafür Sorge trägt, dass man genug zu essen hat.

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