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Besuch eines buddhistischen Tempels

Eine typische Tempelanlage besteht aus einem großen Hof, der oft von einem friedlichen Park umgeben ist, einer Empfangshalle, einem Betsaal, Stupas, Wohnquartieren für die Mönche, einer Zentralküche und manchmal zudem aus Klassenräumen für die jungen Mönche und Verwaltungsgebäuden.

Zumeist gibt es Bereiche, die ausschließlich den Mönchen vorbehalten sind. Hingegen ist der Betsaal stets der erste Anlaufpunkt für Besucher. Hier wird gemeinsam gebeten und meditiert. Achtet darauf, dass ihr nur die öffentliche Bereiche betretet. Gute Indizien sind z.B. englischsprachige Schilder, die auf das Ausziehen der Schuhe hinweisen oder auch Spendenboxen. Am besten folgt ihr anderen einheimischen Besuchern, die wissen wo es lang geht.

An Orten, an denen eine Buddha-Statue aufgestellt ist (aber natürlich auch insgesamt beim Besuch eines Tempels), sollte man sich ganz besonders respektvoll verhalten. Hier einige einfache Verhaltensregeln:

  • Bitte zieht euch stets angemessen an und Eure Schuhe, Hüte und Sonnenbrillen aus.
  • Tretet nicht auf eine Türschwelle.
  • Macht keine Selfies mit einem Buddha (alleine die Tatsache, dem Buddha den Rücken zu kehren ist ein Affront).
  • Richtet eure nackten Füße beim Sitzen niemals in Richtung Buddhas.
  • Seid nicht laut und zeigt nicht mit dem Finger auf eine Buddha-Statue oder auf einen Mönch.
  • Bitte vergesst auch nicht vorher eure Handys auf lautlos zu stellen.

Wenn Ihr Fotos innerhalb eines Tempels macht, achtet darauf, dass es keine Verbotsschilder gibt. Macht wie gesagt, bitte keine Selfies mit Euch und einer Buddha-Figur. Wenn Ihr Mönche fotografieren wollt, holt vorher deren Einverständnis ein und macht ggf. eine kleine Spende.

Frauen und Mönche

Frauen dürfen keines Falls einen Mönch oder dessen Robe berühren. Kommt es versehentlich zu einer Berührung mit einer Frau (z.B. in einem überfüllten Bus), muss der Mönch anschließend einen aufwendigen Reinigungsprozess durchlaufen.

Wenn Du als Frau einem Mönch etwas geben möchtest, so reiche es zunächst an einen Mann, der es dann wiederum an den Mönch übergibt. Oder aber lege es einfach auf einen bereitgestellten Teller oder ähnliches, so dass es sich der Mönch dann wegnehmen kann. Benutze beim Übergeben immer nur die rechte Hand.

Spenden geben in einem Tempel

Überall in den Tempeln sind üblicherweise Spendenboxen zu finden. Es wird von euch aber nicht unbedingt erwartet, etwas zu geben. Keiner wird euch schief anschauen, wenn ihr nichts spenden möchtet. Auf der anderen Seite kann es aber auch nichts schaden, ein kleines Zeichen der Dankbarkeit für den Besuch des Tempels zu hinterlassen. 20 oder auch 100 Baht tun ja nicht wirklich weh, oder?

In manchen Tempeln kann man auch Blumenkränze, Räucherstäbchen oder andere Dinge erwerben, um diese dann zu spenden. Oft werden diese Gegenstände dann auch wieder eingesammelt und erneut verkauft. Hier denken Thais ganz praktisch. Warum auch nicht? Auf diese Weise kommen für den Tempel weitere Spendengelder zusammen.

Übrigens: Innerhalb von Thailand darf man durchaus Buddha-Figuren oder Andenken mit dem Antlitz des Erleuchteten kaufen. Das Ausführen aus Thailand ist jedoch verboten.

Der Mönch-Chat

In ausgesuchten Tempeln – insbesondere beliebt in der Gegend um Chiang Mai im Norden des Landes – kann man sich als Tourist mit einem Mönch unterhalten. Achtet auf Schilder wie „Monk-Chat“ oder „Monks welcome tourists“. Hierzu werden englischsprachige Mönche ausgewählt, die gerne alle Fragen zum Buddhismus oder dem Leben als Mönch in Thailand beantworten. Diese Unterhaltungen sind kostenlos – aber natürlich wird eine Spende am Ende sehr gerne angenommen. Solltet ihr an so einer Chat teilnehmen, beachtet bitte, dass ihr nie höher sitzt als der Mönch, eure Füße nicht in seine Richtung zeigen und ihr allgemein respektvoll und ruhig auftretet.

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